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VERÄNDERUNG DIE ÜBERSPRINGT

Das Stadthafen Kollektiv wächst

Weil im Stadthafen Kollektiv in den letzten Monaten so viel passiert ist, haben wir Steffen Gross mal mit ein paar Fragen gelöchert. Und ja, es ist tatsächlich eine coole Story! :)

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Eure Community im Stadthafen Kollektiv hat kürzlich die 50er Schwelle erreicht. Yeah. Erzähl uns mal, wie ihr das geschafft habt?

Durch das Café Luv sind wir als Gemeinde sehr präsent in unserem Stadtteil – Sichtbarkeit und Beständigkeit machen viel aus. Was aber auch viel ausmacht ist, dass wir Klarheit darüber haben, was für eine Gemeinde wir sind. Leute, die von uns Wind bekommen, wissen direkt, mit welchem Profil sie es bei uns zu tun haben und dass es Teil unseres missionalen Denkens ist, sich mit unserer Stadt zu vermischen. Somit fällt es ihnen auch leichter, ein Ja oder ein Nein zu finden. Wir haben festgestellt, dass total viele gerne Teil von all dem sein wollen, weil sie Bock drauf haben, Gemeinde anders zu denken, nicht nur nach innen gerichtet und auch nicht nur mit Gemeindeaktionen, sondern durch Konzerte, Cafézeiten oder Workshops auch stark nach außen gerichtet.

Wie genau sieht eure Vision aus?

Wir träumen von einem Himmel. Hier. Zusammen. Himmel steht bei uns für die Gegenwart Gottes. Wir wollen Menschen in die Gegenwart Gottes bringen, für unser Jetzt und Hier. Egal, wo wir sind. Deshalb nennen wir uns auch „Kirche bei den Menschen.“ Wir wollen uns dieser Stadt zuwenden, wir wollen uns nicht verpissen, wir wollen diese Stadt leben mit allen ihren Begegnungen und allem, was dazu gehört. Wir wollen sie bejahen und sogar suchen - und das zusammen, weil wir an die Kraft von Gemeinschaft glauben und sie kennen.

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Was waren die größten Herausforderungen, was waren Meilensteine?

Eine der größten Herausforderungen in Gründungszeiten war unser Leitsatz „Wir wollen nicht durch Christen wachsen oder anderen Gemeinden ihre Mitglieder abwerben“. Wir wollten aber auch nicht auf die große Glocke hauen und „alles besser machen“, sondern unsere Gründung und auch Entwicklung fand eher im Untergrund statt. Ist es nicht viel spannender, wenn sich etwas rumspricht, als wenn es auf irgendwelchen Flyern oder Facebook-Events präsent ist? Leute dabei zu haben, die Energie und Momentum besitzen, ist dabei entscheidend. Wir sind offen für Leute, die unsere spezielle Art, Gemeinde zu denken, suchen. Weil es auch ihre Art ist, Reich Gottes zu bauen und es ihnen auf dem Herzen liegt, ihre Gaben so zu entfalten, dass dieser Traum in ihrer Stadt real wird. Kurz: Die Spannung zu halten, aus keinen anderen Gemeinden Leute abzuwerben, aber trotzdem Leute zu haben, die man für so eine Bewegung benötigt.

Unser erster Meilenstein war unsere Café Luv Location. Diese Traumlocation: Zentral in der Cannstatter Altstatt, mit Brunnenplatz zum Spielen für unsere Kinder und hoher Sichtbarkeit für die Menschen, die vorbei gehen. Ja, wir haben immer wieder Laufkundschaft bei all unseren Veranstaltungen. Einfach nur, weil es schön ist bei uns! 
Wir hatten erst viel später eigene Räume geplant. Wir hatten noch keine feste Gruppe neben uns Gründern und noch keinen einzigen Euro an festen Spenden. Aber dieser Hot Spot wurde uns fast schon aufgedrängt ☺

Ein Meilenstein war natürlich dann auch im Dezember 2017  die erste Anstellung als 50-Prozent-Kraft mit Raphi als Pastor. Und auch zu spüren, dass Leute sich unserem Kollektiv zugehörig fühlen – sei es über unser Cafe, über Veranstaltungen, über Nachbarschaften – ohne, dass sie Gemeinde wollten, aber den Spirit, die Nächstenliebe und diesen heiligen Raum sehr gerne suchen. Genau diese Leute kommunizieren uns, dass sie davon noch viel mehr wollen – von unserer Art, davon, wie wir leben und miteinander umgehen und davon, welchen Frieden wir in unserem Herz tragen.

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Was bedeutet es für euch, Teil eines Netzwerks wie Spark zu sein?

Für uns bedeutet das total viel. Bei Spark haben wir einfach sehr viel Heimat gefunden. Wir sind da mit unserer Denke Zuhause und werden in diesem Bereich auch kontinuierlich herausgefordert. Dort erfahren wir Unterstützung, dort haben wir viele Freundschaften gefunden. Wahrscheinlich wären wir nicht da, wo wir heute sind, wenn wir Spark nicht hätten. Wir lieben Spark - tatsächlich! ;)

Wenn du anderen Gründern einen klugen Rat mitgeben könntest, welcher wäre das?

Einen, schwierig. Ich würde sagen: Schaffe Klarheit! Das ist ein großer Punkt. Klarheit, was Gott vor hat mit der Gemeinde. Was Gottes Plan ist und nicht nur deiner. Schaffe Klarheit darüber, was deine Gemeinde für ein Profil hat und was ihre Besonderheit ist, damit Leute entweder ein klares Ja oder ein klares Nein zu deiner Gemeinde finden, um nicht falsche Erwartungen bedienen zu müssen (die du auch gar nicht bedienen kannst). Klarheit für deine Ausrichtung, deine Vision und deinen Auftrag hilft unglaublich. Nicht immer angenehm als erster Schritt, aber hilfreich, um den langen Ball zu spielen.
 

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