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VERÄNDERUNG DIE ÜBERSPRINGT

Tanzbarer Weitwinkel

Freitagabend strömen fast 100 Personen in einen Hinterhof in Heidelberg, um den 3. Weitwinkel zu starten. Frische Perspektiven werden ausgerufen, und ein breites Publikum von Machern und Motivierten, von Gottsuchern und Genießern findet sich in den kreativen Räumen des Action Houses wieder.

 

Dieses Mal haben wir das Thema „Destiny“ ausgerufen – wie finden wir unseren Platz in Gottes Geschichte. Der Raum ist schön gestaltet mit Kunst von Jan von Wille. Der Weitwinkel startet mit einer Anbetungszeit der Mosaik-Musiker und dann teilt Holger seine Einsichten aus Projekt 58 – einem Business-Venture, das Gerechtigkeit in unsere westliche Welt bringen will. Mark teilt Wortkunst, wir genießen leckere Sandwiches und Alex wartet mit seiner Weinbar mit tollen Rot- und Weißweinen.

 

Am Samstag kommt Gerard Kelly und spricht über 7 Geschichten für unser Leben als Christ. „Sei bewusst, welche Geschichte bei dir im Kopf abläuft“, warnt Gerard. „Wenn du denkst, die Welt ist böse und geht vor die Hunde, und meine Gruppe sind die einzig richtigen – du wirst das nach außen verkörpern. Und wer will schon Teil von so einer Gruppe sein?“ In seinen 4 Talks spricht Gerard mit Gedichten und Geschichten, mit Kunst und einer Provokation über Inkarnation, Mission, Schöpfung und Erneuerung.

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Dazwischen hören wir wieder viele Pecha Kucha Geschichten – kurze Einblicke in Projekte und Ansätze vor Ort. Julia teilt ihren Traum mit dem Action House. Eddy spricht über Rituale mit seiner Familie. Rahel über ihren Blumenladen und die Sehnsucht, Schönheit ins Leben von Leuten zu bringen.

Der wirkliche Schatz von Weitwinkel ist aber die Leute, die da sind. Es ist keine Konsum- oder Einheizveranstaltung. Wir laden zu Begegnungen ein, zum Vernetzen und Genießen. Nach einem langen Samstag ist erst mal Chill-Stimmung angesagt, und natürlich gute Weine. Dann aber kommt Bruder Steve mit ein paar Beats. Spontan nehmen ein paar Subzoner die Bühne und präsentieren zwei Lieder aus eigener Feder. Und der Abend klingt aus mit Steves Elektroswing und einer abhebenden Tanzfläche.

Hier ist, was eine Teilnehmerin sagt:

Weitwinkel ist so, dass man hinfährt, auch wenn man in der Woche vorher 80 Stunden gearbeitet hat und dringend Schlaf braucht (Dominik). Weitwinkel ist so, dass man hinfährt, auch wenn das Kind Fieber hat und man es mit schlechtem Gewissen zu den Großeltern fährt (Bini). Weitwinkel ist so, dass man all das macht, weil es sich so sehr lohnt. Und so war es auch dieses Mal.
Das hat sich ganz besonders in dem kleinen Moment um 17:39 gezeigt, als Dominik und ich uns kurz im Flur begegnet sind. Wir haben uns schnell gedrückt, tief durch geatmet und dann so was gesagt wie: „Puh, krass, so viele gute Gespräche und boah, die Zeit mit Gott war so intensiv und -oh Mann, der Speaker hat mich echt geflasht und jetzt sind da ungefähr 1.000 Dinge über die ich dringend nachdenken muss… Bei dir auch? Krass. Aber ja, war ja eigentlich klar, ne?“. Dann haben wir noch einmal durch geatmet und uns das geholt, was Weitwinkel in Wahrheit am Laufen hält: noch einen Kaffee. ;)

Sonntagmorgen luden Mark und Mary zu einer interaktiven Gottzeit ein. Wir durften Wein und Brot nehmen, Teile von einem Tisch – der Gemeinschaft symbolisiert – und in kleinen Gruppen das Abendmahl feiern. Dabei betten wir für unsere Gemeinschaft, und für die Menschen in unserem Leben, die Gemeinschaft suchen.

 

Tom teilte eine Bibelstudie über Gideon – und seinen Ruf, etwas Neues zu machen. Mit einem abschließenden Segen durften wir auf einen gelungenen Weitwinkel zurückschauen.

Über die letzten 3 Jahre ist was gewachsen. Wir sind nicht mehr einzelne mit vielen Ideen im Kopf – wir sind eine Gruppe, die miteinander unterwegs ist. Weitwinkel ist zu einem Ort geworden, wo mutig Macher und kreative Köpfe zusammenkommen, wo Leidenschaften sich treffen und gemeinsam Geschichte geschrieben wird. Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns auf das weitere Wachstum in den nächsten Jahren.